Bad unterm Dach - Baden unterm Sternenhimmel

20.09.2018 16:18


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Wohin mit der Dusche? Wo ist Platz für das Waschbecken? Und wie viel Kopffreiheit brauche ich über der Toilette? – Die Planung und Gestaltung von Bädern unter der Dachschräge wirft meist viele Fragen auf.

Die ein­geschränkte Decken­höhe des Raums lässt keine beliebige An­ordnung der Sanitär­ausstattung und der sonstigen Ein­richtung zu. Statt­dessen muss wohl über­legt werden, wo Bade­wanne, Waschbecken, Dusche und Co. am Besten hin­passen. Das ist natür­lich von der Neigung der Dach­schräge und der Höhe des Knie­stocks abhängig.

Wer einen großen Raum zur Ver­fügung hat ist klar im Vor­teil. Dann können die Schrägen erstmal ignoriert werden. Wasch­becken, Dusche, Bade­wanne rücken mitten in den Raum. Eine Wand, halb­hoch oder bis zur Decke, trennt die Bereiche. An der einen Seite können die Wasch­becken hängen, an der anderen Bade­wanne oder Dusche stehen. Der Vor­teil einer solchen Lösung? Die Wand be­her­bergt gebündelt alle Installationen. Unter den Schrägen ist Platz für Einbau­schränke.

Oft sind Wasser- und Abwasser­anschlüsse schon ver­legt, die Ge­staltung damit nicht mehr ganz so flexibel. Wo aber anfangen, wenn nichts vor­gegeben ist? Dann mit der Planung am besten bei der Dusche anfangen. Sie benötigt die höchste Raum­höhe. Laut An­gaben der Ver­einigung der Deutschen Sanitär­wirtschaft (VDS) liegt die bei zwei Metern zwanzig, gemessen von der Dusch­tasse bis zur Decke. Dann ist auch das Haare­waschen kein Problem. Boden­gleiche Duschen sind ein Vor­teil, lassen sich aber nicht über­all um­setzen. Denn auch hier gibt es eine minimale Auf­bau­höhe, in der Gefälle, Ab­dichtung und Ab­lauf unter­gebracht werden müssen.

Auch bei Wasch­becken ist die Decken­höhe nicht ganz un­wichtig. Niemand will sich täglich beim Zähne­putzen den Kopf anstoßen. Ein Spiegel aller­dings muss ja nicht un­be­dingt fest darüber montiert sein. Warum also das Wasch­becken nicht unter ein Fenster in der Giebel­wand setzen? Ein Schwenk­spiegel kann dann bei Bedarf her­bei­gezogen werden. Das gleiche gilt auch, wenn das Wasch­becken auf einem Sockel mitten im Raum steht. Wer auf den Spiegel über dem Wasch­becken nicht verzichten will, kann den Sockel als Pfeiler bis zur Decke hoch­ziehen und daran den Spiegel be­festigen.

Etwas weiter unter die Dach­schräge lässt sich die Toilette rücken. Doch Vorsicht! Auch hier besteht die Gefahr, sich beim Setzen oder Auf­stehen den Kopf zu stoßen. Also nicht allzu tief unter die Schräge gehen. Die VDS rät zu einer Höhe von mindestens einem Meter dreißig hinter der Toilette und einem Meter fünf­undsiebzig davor. Wenn es eine Gaube gibt, umso besser.


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Un­problematischer ist die Bade­wanne, zumal wenn das Dach sehr steil ist. Dann kann die Wanne bis an den Knie­stock reichen. Die Kopffreiheit ist hier für das Ein- und Aus­steigen wichtig. Doch bei der Breite üblicher Bade­wannen ist der Spiel­raum doch recht hoch. Ent­spannung pur verspricht etwa eine Bade­wanne direkt unter einem Dach­flächen­fenster: Dann ist der Blick in den Himmel frei, die Gedanken können mit dem Dampf des warmen Wassers schweben. Überhaupt Dampf, der zieht nach dem Bad dann gleich über das geöffnete Fenster ab. Der Knie­stock kann bei großen wie bei kleinen Bädern für Einbauschränke genutzt werden. Am besten maß­gefertigt, damit der Platz möglichst sinnvoll genutzt wird.


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