Barrierefreies Bad – ein Bad für jede Altersklasse

11.04.2018 14:18

Woran denken Sie zuerst, wenn Sie den Begriff vom barriere­freien Bad hören? Leider ist die Bezeichnung heutzutage vollkommen zu Un­recht mit einem falschen Ruf behaftet.

Viele Menschen sehen im barriere­freien Bad immer noch einen Raum, der ausschließlich auf Roll­stuhl­fahrer bzw. Menschen mit anderen körper­lichen Ein­schränkungen ausgerichtet wurde.

Doch ein barriere­freies Bad leistet mehr! Auch Menschen ohne Ein­schränkungen und aus allen Alters­klassen können sich hier rundum wohl fühlen. Ist Ihnen beispiels­weise schon aufgefallen, dass viele Bade­zimmer in Hotels barriere­frei gestaltet wurden? Fest steht: barriere­frei muss nicht hässlich sein! Im Gegen­teil: die Barriere­freiheit kann dabei helfen, den Nutzer­komfort zu unter­streichen und das Bad noch individueller wirken zu lassen.

Optimale Platzverhältnisse

Zurück zum Roll­stuhl­fahrer: gerade dann, wenn ein Bad von einem Roll­stuhl­fahrer genutzt wird, muss dieser sich möglichst frei im Raum bewegen können. Doch wieso sollte sich eigent­lich nur ein Mensch im Roll­stuhl über optimale Platz­verhältnisse freuen? Profitieren nicht auch Menschen ohne körper­liche Beschwerden von einem ordentlich strukturierten Raum, der Ihnen alle Frei­heiten bietet? Genau hier setzen die optimalen Platz­verhältnisse im Bad an.

Auch kleine Räume kommen unter Nutzung der passenden Möbel hier super zur Geltung. Um den zur Ver­fügung stehenden Platz zu optimieren, ist es wichtig, auf individuelle Möbel zu setzen, die sich perfekt an den Raum anpassen. So können beispiels­weise ansonsten un­genutzte Stau­räume optimal in Szene gesetzt werden. Die Vor­teile der individuellen Stücke zeigen sich besonders stark in kleineren Badezimmern. Platz­probleme der Ver­gangenheit spielen -unter dem Einsatz an­ge­passter Möbel und Accessoires- keine Rolle mehr.

Ein unterfahrbares Waschbecken

Zu einem barriere­freien Bad gehört unter anderem auch ein unter­fahrbares Waschbecken. Wer hier über keinerlei körper­liche Ein­schränkungen verfügt und entsprechend nicht im Roll­stuhl an den Spiegel heranfahren muss, kann hiervon jedoch auch profitieren. Wie wäre es beispiels­weise, einen gewöhn­lichen Stuhl vor dem Wasch­becken zu platzieren und sich hier im Sitzen zu schminken? Ein unter­fahrbares Wasc­hbecken bietet jedoch auch einen nicht zu unter­schätzenden Stau­raum. Egal, ob Sie darunter einen kleinen Schrank oder ein Regal platzieren möchten: die Möglichkeiten sind besonders vielseitig.

Besonders modern: eine Dusche ohne Einstieg

Duschen ohne Ein­stieg bergen das Potenzial in sich, die Transparenz eines Bade­zimmers ungemein zu erhöhen. Für eine Ab­grenzung (und einen entsprechenden Spritz­schutz) sorgt hier eine gläserne Dusch­kabine. Dieses Accessoire erfüllt nicht nur funktionale, sondern auch optische Er­wartungen. Ein modernes Bad, dessen Nutzer­komfort sich durch den Ver­zicht auf einen hohen Einstieg erhöht!

Ein rutschsicherer Boden

Das Verletzungs­risiko im Bad kann -je nach Nutzungs­gewohnheiten- hoch sein. Gerade dann, wenn Sie viele Styling­produkte verwenden, wird der morgendliche Gang zum Wasch­becken oft zur Rutsch­partie.

Unter anderem haben Sie die Möglich­keit, Ihren Boden durch das Auslegen von Läufern oder die Verwendung von etwas raueren Fliesen rutsch­sicherer zu machen. Wer möchte, dass die Farbe des ent­sprechenden Boden­belages mit den verwendeten Regalen und Möbeln harmoniert, sollte deren Design auch individuell auf die Gegeben­heiten vor Ort abstimmen. Angepasste Möbel schaffen damit ein harmonisches Bild, das die Hoch­wertigkeit des Raumes noch weiter unter­streicht.

Für eine noch bessere Orientierung: die Bodenhaptik

In barriere­freien Bädern werden oft auch verschiedene Boden­beläge miteinander kombiniert. Somit ist es beispiels­weise auch möglich, bestimmte Wege, beispielsweise von der Toilette zur Dusche zu kreieren. Hierbei handelt es sich um eine komfortable Hilfe, die die Orientierung im Dunkeln merklich erleichtern kann.

 

Weitere Tricks für einen hohen Nutzerkomfort im barrierefreien Bad

Wer seinen Fokus auf ein barriere­freies bzw. nutzer­freundliches Bad legen möchte, sollte abschließend noch zu folgenden Tricks greifen…:

  1. Entscheiden Sie sich im Rahmen der Ausstattung am besten immer für vergleichsweise große Abstell­flächen, beispiels­weise im Bereich rund um das Wasch­becken.
  2. Nutzen Sie Möbel, die möglichst ergonomisch bzw. körper­gerecht geformt sind, damit sich das Bad optimal an Ihre Bedürf­nisse anpassen lässt.
  3. Generell gilt: denken Sie bei der Ein­richtung Ihres barriere­freien Bade­zimmers möglichst funktional. Alle Gegen­stände des Alltags, beispiels­weise die Klopapier­rollen, sollten immer gut er­reichbar sein. So nutzen Sie den zur Ver­fügung stehenden Platz optimal aus und erhöhen gleich­zeitig auch „ganz nebenbei“ den Nutzer­komfort.

Der Voll­ständigkeit halber sei jedoch selbst­verständlich auch noch gesagt, dass barriere­freie Bäder, die tat­sächlich von Menschen mit körperlichen Ein­schränkungen genutzt werden, gegebenen­falls natürlich auch mit Halte- und Stütz­griffen versehen werden müssen.

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