Bodengleich baden – tiefergelegte Badewannen

08.11.2018 17:03


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Bodengleiche Duschen sind keine Seltenheit in Bädern. Wie aber steht es damit, auch die Badewanne in den Boden einzulassen?

Der Unter­bau ist un­gleich tiefer, der Auf­wand ent­sprechend hoch. Doch un­möglich ist es nicht. Wer beispiels­weise Bad und Schlaf­zimmer in einem Raum zusammen­fassen möchte, will viel­leicht dennoch nicht vom Bett aus immer die Bade­wanne sehen. In den Boden versenkt rückt die Wanne aus dem Blick­feld, ohne dass auf das En-Suite-Bad ver­zichtet werden muss.

Auch wenn das Bad größer wirken soll, kann eine tiefer­gelegte Bade­wanne von Vor­teil sein. Denn dadurch fällt sie weniger auf und nimmt tat­sächlich weniger Raum­volumen ein. Aber Vor­sicht, gerade in kleinen Bädern kann die Wanne im Boden auch leicht zur Stolper­falle werden. Dagegen hilft eine Glas­wand, die Licht durch­lässt und gleich­zeitig als Absturz­sicherung und Spritz­schutz dient. Aller­dings teilt sie den Raum auch. Ein Deckel auf der Bade­wanne fällt hin­gegen noch weniger auf und bietet ebenfalls Sicher­heit.

Der Mehraufwand

Gründe für ver­senkte Bade­wannen gibt es also wohl. Aber sie sind nicht ganz so ein­fach ein­zu­bauen. Denn eine durch­schnitt­liche Bade­wanne ist vierundvierzig Zenti­meter tief. Hinzu kommen rund zehn Zenti­meter für den Ab­lauf unter der Wanne. Der Boden­aufbau muss ent­sprechend hoch sein. Denn eine in den Boden ein­ge­lassene Bade­wanne nimmt Raum nach unten ein. Sie braucht – wie jede andere Wanne auch – einen stabilen Unter­bau, damit auch ein Voll­bad nicht zum Ein­sturz führt. Installateur, Statiker und Architekt sind hier gefragt. Die Wanne muss auf einem geeigneten, trag­fähigen Grund stehen. Wird sie in den Estrich ein­ge­lassen, sollte dies schall­entkoppelt geschehen. Der Schall würde sonst über den Fuß­boden in die übrigen Räume getragen werden. Nach­barn und Mit­bewohner würden jeden Wasser­zufluss und jedes Plantschen hören.

Eine Alternative - den umgebenden Boden erhöhen

Eine statisch ein­fachere Lösung ist es, den Boden um die Wanne herum zu er­höhen. Das geht natürlich nur, wenn es die lichte Raum­höhe zulässt. Doch auch dann muss berechnet werden, wie der er­höhte Boden gebaut sein muss, damit er Lasten wie sein Eigen­gewicht, Personen und Möbel trägt.

Ein erheblicher Auf­wand. Wer den nicht be­treiben, aber auch nicht auf eine in den Boden eingelassene Bade­wanne verzichten möchte, kann auch ein wenig tricksen. Mit einer von drei Seiten von Mauern oder Fenstern um­schlossenen Badewanne mit einem breiten Rand und zwei Stufen, die zur Wanne hoch­führen, wirkt auch eine ganz normale Bade­wanne fast wie in den Boden ein­ge­lassen.


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