Kalk im Bad – 5 Tipps zum Vorbeugen und Entfernen

09.08.2018 17:07

Kalkflecken zeigen sich im Alltag vor allem im Bad und in der Küche. Hier sehen sie nicht nur unschön aus, sondern können -je nach Ausmaß- auch dafür sorgen, dass manche Funktionen von Geräten und Einrichtungen nicht mehr (oder nur noch unzureichend) genutzt werden können.

Wer hierbei denkt, dass es ausreicht, die charakteristisch-weißen Flecken nur mit gewöhnlichem Reiniger „weg­zu­putzen“, wird schnell eines Besseren belehrt. Der Kalk kommt wieder!

Sollen Kalk­reste dauer­haft ver­schwinden, gilt es, deren Ent­stehung zu ver­stehen, um dann wiederum ent­sprechend handeln zu können.

Wie entstehen Kalkflecken eigentlich?

Generell gilt: Kalk kann in den Bereichen, in denen Wasser ein­trocknet, ent­stehen. Daher ver­steht es sich von selbst, dass Wasser­reste am besten gleich weg­gewischt werden, um eine ent­sprechende Kalk­bildung zu ver­hindern. Bei dieser Art des Vor­beugens handelt es sich sicher­lich um die bequemste, ein­fachste und günstigste Lösung im Kampf gegen den Kalk. Doch was, wenn der Kalk sich schon ge­bildet hat? Keine Sorge! Mit den folgenden Tipps werden Sie die un­schönen Reste rasch los!

Tipp 1: Versuchen Sie zunächst die schonende Variante

Am schonendsten ist es, Kalk mit Hilfe von kaltem Wasser zu be­seitigen. Diese Variante funktioniert jedoch nur dann, wenn sich der Kalk noch nicht allzu fest­gesetzt hat und das Aus­maß noch über­schaubar ist. Den­noch: viele Kalk­probleme lassen sich so schon be­seitigen. Zudem haben Sie das „passende Material“ immer zur Hand. Spülen Sie die Dusch­kabine oder Bade­wanne einfach nach der Nutzung einmal kalt um, fertig!

Übrigens (und um hier korrekt zu bleiben): auch kaltes Wasser kann Kalk­spuren hinter­lassen. Dennoch sind diese weniger sichtbar als die Spuren, die im Zusammen­hang mit warmem oder gar heißem Wasser ent­stehen.

Tipp 2: Mit Kartoffelstärke gegen Kalk

Es mag sich ein wenig abenteuer­lich anhören, aber es be­steht durch­aus auch die Möglich­keit, mit Kartoffel­stärke gegen Kalk­spuren auf matten Armaturen vorzugehen. Hier­zu reiben Sie die innere Seite der Kartoffel­schale auf dem ent­sprechenden Bereich und warten dann, bis alles ge­trocknet ist. Nach circa 15 Minuten waschen Sie alles wieder ab. Mit diesem Tipp ent­fernen Sie nicht nur den Kalk, sondern bauen auch einen temporären Schutz­schild gegen eine Neu­bildung auf.

Tipp 3: Der Klassiker - Essig

Wer keine Lust auf Kartoffel­schalen hat, kann auch einen der Klassiker des Haushalts -den Essig- zur Ent­fernung der Kalk­reste nutzen. Wie viel Essig hierbei be­nötigt wird, ist vom Aus­maß der Kalk­ablagerung ab­hängig. Falls der Kalk sich besonders hart­näckig breit­gemacht hat, kann der Essig auch pur an­ge­wendet werden.

Tipp 4: Orangen- oder Zitronenschalen für ein harmonischeres Dufterlebnis

Zugegeben: Essig ist effektiv, geruchs­technisch aber nicht wirk­lich die erste Wahl. Eine will­kommene Alternative ist hier die Ver­wendung von Orangen­schalen. Die Be­handlung der ent­sprechenden Ober­fläche ent­spricht hier der Kartoffel­variante.

Säuren (z.B. Essig- oder Zitronensäuren u.ä) greifen Materialien an, wenn sie zu lange einwirken. Daher am besten nach der kurzen Reinigung wider abspülen. Im Zweifelsfall an einer unauffälligen Stelle testen. Grundsätzlich sollten Sie niemals Säuren auf Marmor verwenden, da er aus Kalk besteht.

Tipp 5: Zahnpasta für klare Scheiben

Zahn­pasta ist ein weiteres Haus­mittel, das im Zuge der schonenden Kalk­ent­fernung zum Einsatz kommen kann. Einfach eine -an die Größe der Fläche angepasste- Menge auftragen und in kreisenden Bewegungen verteilen. Danach können die Reste einfach abgewaschen werden. Wichtig ist es hierbei auch, un­be­dingt mit aus­reichend Druck zu arbeiten, so dass die Kalk­flecken wirk­lich rest­los ent­fernt werden können.

Fazit

Es braucht bei Weitem nicht immer die industrielle Variante, um Kalk­ablagerungen auf den Leib zu rücken. Viele Probleme lassen sich mit den oben ge­nannten Haus­mitteln gut be­heben. Wichtig ist es dann dennoch, un­be­dingt am Ball zu bleiben und durch regel­mäßiges Trocken­wischen dafür zu sorgen, dass Kalk­reste sich nicht mehr neu fest­setzen können. Zudem können Sie mit Hilfe einer zusatzfreien Chrompolitur wie z.B. Autosol Ihre verchromten Armaturen versiegeln, sodass das Wasser abperlt und keine Kalkreste hinterlässt.

Wie auch im Zusammen­hang mit Schimmel gilt: das Vor­beugen von Kalk ist ein­facher -und meist weniger zeit­aufwendig- als das Ent­fernen.