Wie Sie Ihr kleines Bad größer wirken lassen - Teil 1

19.04.2018 17:21

Die Ein­richtung eines kleinen Bades kann mitunter zu einer echten Heraus­forderung werden. Immer­hin wollen auch in einer kleinen Wohnung oft zahlreiche Gegen­stände des All­tags untergebracht werden, ohne dass die Ästhetik eines Raumes leiden sollte.

Dass die Um­setzung einer sinn­vollen Auf­teilung und das Zelebrieren eines an­sprechenden Wohn­stils auch in einem kleinen Bad kein Hexenwerk darstellt, beweist unser heutiger Artikel.

Wer sich mit den individuellen Möglich­keiten, die seine Räum­lichkeiten bieten, befasst, erkennt schnell, wie viel Potenzial sich hinter vermeintlich „zu kleinen“ Zimmern verbirgt. Wie immer ist nämlich nicht nur die Grund­fläche, sondern auch das Gesamt­konzept im Bad entscheidend.

Die „richtige“ Wandfarbe

Die Farben­lehre zeigt das auf, was wir eigentlich ins­geheim schon längst wussten: Farben können einen Raum sowohl kleiner als auch größer wirken lassen. Dies gilt nicht nur für die Farbe der Wände, sondern auch für das Design der Möbel. Generell gilt: je größer der Raum, umso mehr kann es sich lohnen, mit ver­schiedenen Farben zu ex­perimentieren. Sollten Sie jedoch über ein vergleichsweise kleines Bade­zimmer verfügen, ist es sinnvoll, sich an den hellen Tönen zu orientieren. Weiß, beige oder ein fröhliches Gelb sind hier oft die beste Wahl. Wer beim besten Willen nicht auf einen „kleinen Farb­akzent“ im Bade­zimmer verzichten kann, kann sich auch dazu ent­schließen, lediglich eine Wand bunt und den Rest weiß zu streichen. Somit ist es möglich, einem Raum mehr Tiefe zu verleihen.

Eine sinnvolle Aufteilung

Seien wir ehrlich: vor allem kleine Bade­zimmer können schnell un­auf­ge­räumt und damit un­ge­mütlich wirken. Damit diesem Phänomen vorgebeugt werden kann, ist eine sinnvolle Auf­teilung besonders wichtig. Achten Sie in diesem Zusammen­hang beispiels­weise nicht nur auf kurze Wege, sondern auch auf Möbelstücke mit ausreichend Stauraum. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang Hängeschränke und Regale, in denen Wasch­lappen, Seife und Deko­elemente ihren Platz finden. Gegebenen­falls lohnt es sich auch, größere Accessoires wie Hand­tücher oder Bade­mäntel im Schlaf­zimmer­schrank auf­zu­bewahren und bei Bedarf im Bad zu platzieren.

Wände statt Boden – Fuß- und Raumecken befreien

In vielen Wohnungen wird der Platz, der sich an den Wänden offenbart, leider immer noch unter­schätzt. Wer allerdings „in die Höhe stapelt“, spart Platz auf dem Boden. Das Er­gebnis: mehr Flexi­bilität und eine modernere Ein­richtung. Scheuen Sie sich auch nicht davor, hier mit Regalen und Hänge­schränken zu kombinieren. Wichtig ist jedoch selbst­verständlich auch hier, dass Sie die einzelnen Wände nicht „über­laden“ und zeitgleich auch auf das Design der Möbel achten. So kann ein zu dunkler Hänge­schrank beispiels­weise im kleinen Bad schnell erschlagend wirken. Hierbei ist es dann sinnvoll, auf Ein­richtungs­accessoires aus hellem Holz oder/ und transparenten Elementen zurück­zugreifen.

Doch nicht nur im Zusammen­hang mit dem vorhandenen Platz­angebot, sondern auch mit Hinblick auf den optischen Aspekt sollte das Befreien der Fuß- und Raum­ecken niemals unterschätzt werden. Wieso? Ganz einfach: wer „frei“ in eine Ecke sehen kann, erhält direkt den Ein­druck von räumlicher Tiefe. Der Effekt: der Raum wirkt größer.

Dasselbe Phänomen können Sie übrigens auch nutzen, wenn Sie mit Schränken ohne Schrank­rückwand arbeiten oder sich für einen Hänge­schrank entscheiden, der nicht allzu nah an der Decke aufgehängt wurde und in dessen Zusammen­hang die oberen Ecken des Raumes noch sichtbar sind.

Oder anders: je mehr freie Bereiche Sie in Ihrem Bade­zimmer einrichten bzw. gerade NICHT ein­richten, umso mehr optische Tiefe erhält der Raum. Ein Vor­teil, der gerade im kleinen Zimmer niemals außer Acht ge­lassen werden sollte und ein hohes Potenzial bietet.

Maß­gefertigte Möbel, die sich dem Raum anpassen

Jedes Bad -egal, ob klein oder groß- verfügt über besondere Eigen­heiten. Wer hier nicht nur für eine praktische, sondern auch optisch ansprechende Ein­richtung sorgen möchte, sollte definitiv auf individuell an­gepasste Möbel setzen. Auf der Basis der ent­sprechenden Maße fügen diese sich optimal in den Raum ein und nutzen den zur Ver­fügung stehenden Platz vollends aus.

Somit beugen Sie dem weit verbreiteten Phänomen vor, eine Stelle des Bades ungenutzt lassen zu müssen, um einen anderen Bereich schlicht zu über­laden und damit für ein un­ausgeglichenes Raum­gefühl zu sorgen.

Unter anderem handelt es sich beispiels­weise bei einem Unterschrank, der an die Höhe und die Form des Waschbeckens angepasst wurde, um ein sinnvolles Accessoire, das nicht nur gut aussieht, sondern auch oft viel Stau­raum und Flexibilität bietet.

Setzen Sie auf multifunktionale Möbelstücke!

Wer nicht viel Platz für viele Möbel­stücke hat, kombiniert einfach mehrere Eigen­schaften in einem Accessoire. Das wohl bekannteste Bei­spiel hierfür ist der klassische Spiegelschrank. Er bietet nicht nur die Möglich­keit, das Make Up bzw. die Frisur zu checken, sondern auch die Option, Gegen­stände des Alltags, wie Zahn­bürsten und Co., im Inneren zu verstauen. Auch hierbei zeigen sich die Vor­teile der maß­angefertigten Möbel­stücke. Eine Ein­buchtung im Raum ist beispiels­weise der perfekte Ort, einen solchen Schrank -vielleicht auch sogar in Über­größe- zu platzieren.

Tipp: durch einen großen Spiegel ist es ebenfalls möglich, einem kleinen Bade­zimmer zu mehr Tiefe zu verhelfen.