Das Bad – Der Bonuswohnraum

30.06.2020 11:13


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Zwei Zimmer, Küche, Bad – das ist ein gängiger Text für eine Wohnungsanzeige. In vielen Wohnungen hat es die Küche schon zum Raum mit Aufenthaltsqualität geschafft, geadelt gar mit der offiziellen Zuordnung zum Wohn-Koch-Essbereich. Das Bad hingegen kämpft um seinen Status als Wohlfühloase, entfernt sich damit aber weit von seiner eigentlichen Funktion der täglichen Körperhygiene. Wo aber liegt der Mittelweg zwischen opulentem Raum für die Körperpflege und asketischem Waschbereich für die tägliche Hygiene?

Wer nicht gleich mit Regendusche, Massagedüsen und Raumduft ein eigenes Spa einrichten will oder kann, muss auch bei einem nüchtern-sachlichen Badezimmer nicht auf eine gewisse Aufenthaltsqualität verzichten. Ganz einfach lässt sich dies mit ein paar kleinen Veränderungen erreichen. Etwa mit der Beleuchtung. Gegen helles Licht ist nichts einzuwenden, doch für die entspannende Dusche am Abend oder den ersten Blick in den Spiegel am Morgen darf es auch etwas gedämpfter sein. Dafür eignet sich eine zusätzliche Leuchte, die selbstverständlich nassraumgeeignet sein sollte. Dekorativ darf sie dabei ebenfalls sein.

Über den Lampenschirm lässt sich der Stil des ganzen Bades bestimmen. Wie in jedem Wohnraum sollte auch im Bad eine Sitzgelegenheit vorhanden sein. Der Badewannenrand oder der geschlossene Klodeckel zählen da nicht wirklich mit. Vom einfachen Stuhl über eine Bank bis zum bequemen Sessel ist alles erlaubt. Nur als Kleiderablage sollte weder Sitzfläche noch Lehne missbraucht werden. Vielleicht passt in das Regal neben dem Sessel noch eine kleine Bücher- oder Zeitschriftensammlung. Hier aber ebenso wie bei den Polstern der Sessel darauf achten, dass Wasserdampf oder Spritzwasser den Oberflächen nichts anhaben können. Bücher also vielleicht besser in einem Schränkchen verstauen.


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Was jetzt noch fehlt? Eine Pflanze und ein schönes Bild. Viele Pflanzen freuen sich regelrecht über die relativ hohe Luftfeuchtigkeit, die in den meisten Bädern vorherrscht. Bilder hingegen honorieren dies nicht immer, ganz im Gegenteil leiden Leinwände und Papier unter zu viel Wasser in der Luft. Daher besser zu wasserfester Kunst greifen, etwa Hinterglasmalerei oder Skulpturen aus Porzellan, Marmor oder Holz. Aber Vorsicht, wenn Sie sich ihr Bad zu wohnlich machen, wollen Sie es am Ende vielleicht gar nicht mehr verlassen.


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